In diesem Schuljahr fuhren wir zum ersten Mal allein auf Klassenfahrt. Unser Ziel war Haldensleben. Schon vorher sahen wir uns im Internet die Jugendherberge an und informierten uns, was man dort alles machen kann. Am 23. Juni war es endlich soweit. Früh morgens trafen wir uns am Bahnhof in Schönebeck und führen mit der Regionalbahn nach Haldensleben über Magdeburg. Dort angekommen und nach einem kurzen Spaziergang zur Kulturfabrik, empfing uns dort Frau Otto zur ROLLI-Runde. Sie zeigte uns die Haldenslebener Altstadt und berichtete über viele historische Gebäude, Denkmäler und Ereignisse. Zum Mittagessen trafen wir in der Jugendherberge ein. Nach dem wir uns gestärkt und unsere Zimmer bezogen hatten, machten wir uns zur Waldmeisterschaft auf. Nach Karte suchten wir verschiedene Ziele im Wald. Dort mussten wir Aufgaben erledigen. Besonders lustig war für uns das Verpacken eines ungekochten Eies in Moos, Gräsern usw. Herr Feuerböther stieg dann auf einen Hochsitz und ließ unsere verpackten Eier auf die Erde fallen. Es durfte keins kaputt gehen. Alle haben es geschafft, zumindest die, deren Eier bis auf den Hochsitz kamen. Der Dienstag stand im Zeichen der Natur. Wir fuhren mit dem Bus in die Öko-Schule nach Hundisburg. Mit Käscher, Eimern und Maßbändern erforschten wir das Leben in der Beber. Unter dem Mikroskop lernten wir die Bewohner des Flusses kennen, wie z. B. Spinnenlarven, Eintagsfliegenlarven, kleine Flusskrebse. Danach ging es in den Barockgarten und den Park mit den verschiedenen Attraktionen. Am späten Nachmittag ging es zurück zur Jugendherberge und es folgte ein Grillfest. Am verregneten Mittwoch lernten wir uns als Klasse im Team so richtig kennen. Ein Trainerpaar half uns beim Kistenklettern oder einen reißenden Fluss zu überqueren. Am Abend hatten wir viel Diskussionsstoff. Alle freuten sich schon auf den Donnerstag. Wir fingen am Vormittag ganz sachte an, zum ersten Mal flochten wir ein kleines Körbchen und wir waren auf unsere Ergebnisse ganz stolz. Am Nachmittagwanderten wir zur Ohre und paddelten in Schlauchbooten zunächst stromaufwärts. War das ein Gaudi! Und dann kam die Nacht. Es schummerte schon und wir begaben uns auf Nachtwanderung. Ein Schatz sollte von uns gehoben werden. Doch zuvor mussten wir uns die Schlüssel für die Schatzkiste erarbeiten. Die schwere Schatzkiste trugen wir gemeinsam zurück in die Jugendherberge. Nach dem Öffnen warteten dann unsere Betten auf uns und unsere letzte Nacht. Nach dem Frühstückessen und der Zimmerabnahme ging es mit der Regionalbahn wieder zurück nach Hause. Alle waren glücklich als sie ihre Familienangehörigen am Bahnhof sahen, um ihnen von unserer Klassenfahrt zu erzählen. Wir freuen uns schon auf die nächste Fahrt. Wer weiß was uns dort dann erwartet?

Die Schüler der Ulmen